Reisemedizinische Infos

Medizinische Hilfeleistungen

Arzt an Bord

Austrian Airlines schließen sich dem Programm „Arzt an Bord“ der Lufthansa Gruppe an. Ärzte können sich ab sofort kostenlos registrieren lassen und erhalten für den ersten Flug 5.000 Prämienmeilen und ein Taschenbuch der Flugmedizin. Für Austrian Airlines Passagiere bedeutet die Erweiterung des Programms einen wesentlichen Vorteil: Der Pool an mitfliegenden Ärzten wird in der gesamten Lufthansa Gruppe vergrößert. Der Arzt kommt in den Genuss von Prämienmeilen.

Registrierte Ärzte sind in einer Miles & More Datenbank mit ihrer Fachausbildung gespeichert. So können die Flugbegleiter bei einem Notfall auf den Arzt zugehen und ihn um Hilfe bitten. Ärzte sind gegen Regressansprüche haftpflichtversichert.

Austrian Airlines arbeiten an einer Überleitung zu dem neuen Programm der Lufthansa Gruppe. Ärzte können sich bereits jetzt hier registrieren.
Welche medizinische Ausrüstung wird an Bord mitgeführt?
Europaweit gibt es einheitliche Empfehlungen für die Ausrüstung an Bord:
Emergency Medical Kit eine Art großer Arztkoffer
First Aid Kit Erste-Hilfe Ausrüstung
Bordapotheke (zusätzlich bei einigen Fluglinien) enthält einige für den alltäglichen Gebrauch hilfreiche Medikamente

Medizinische Flugfreigabe

Medizinische Abklärung und Flugtauglichkeit

Wir bitten Fluggäste vor dem Flugantritt ärztlichen Rat einzuholen nach:
  • Operationen 
  • gravierenden Krankheiten/Erkrankungen
  • Spitalsaufenthalten
In fraglichen Fällen schreiben Sie bitte an den Special Cases Desk:
Fax: +43 5 1766 51043
specialcases@austrian.com  
Wann ist eine medizinische Flugfreigabe vom ärztlichen Dienst der Austrian Airlines notwendig?
nach größeren Operationen
in den ersten Wochen nach Auftreten einer gravierenden Krankheit
bei Fluggästen, die an Bord liegend transportiert werden
bei Fluggästen, die zusätzlichen Sauerstoff oder andere medizinischeGeräte an Bord brauchen
wenn Fluggäste zu einer medizinischen Behandlung reisen

In diesen Fällen schreiben Sie bitte unbedingt an unseren Special Cases Desk unter specialcases@austrian.com.  

Folgendes Formular liefert die Basisinformation für die medizinische Flugfreigabe. Bitte lassen Sie dieses von Ihrem behandelnden Arzt ausfüllen.

Wann müssen wir  einen Flugkrankentransport ablehnen?
wenn für erkrankte Personen aufgrund ihres schlechten Allgemeinzustandes eventuell medizinische Komplikationen während des Fluges zu erwarten sind
wenn eine medizinische Betreuung für den Fluggast erforderlich wäre und diese nicht möglich ist
wenn vom behandelnden Arzt jegliche Information zur Erkrankung verweigert wird
wenn infektiöse Krankheiten an Mitreisende übertragen werden könnten
Keine medizinische Flugfreigabe ist erforderlich
 für Gäste mit Behinderung, die seit Geburt oder bereits über einen längeren Zeitraum unverändert besteht 
für Gäste, die wegen Verletzung des Stütz- und Bewegungsapparates (entzündlich oder degenerativ) als Folge von Krankheit (z.B. MS, Glas-knochenkrankheit) auf den Gebrauch eines Rollstuhls angewiesen sind. Nähere Informationen finden Sie unter Barrierefreies Reisen
für Gäste mit leichten Formen von chron. obstrukt. Bronchitis und Asthma, die ohne Anfälle verlaufen,
mit eigenen Medikamenten gut behandelt sind und
Ihr Arzt es nicht für nötig erachtet, dass Sie an Bord Sauerstoff verabreicht bekommen

nach einem Herzinfarkt, der mehrere Wochen zurück liegt und komplikationslos verlaufen ist; vorausgesetzt der behandelnde Kardiologe äußert keine Bedenken. 



FREMEC - für Vielflieger mit eingeschränkter Flugreisetauglichkeit
Vereinfachen Sie Ihre Flugreise mit der Frequent Travellers Medical Card (FREMEC):
Alle für Ihre Betreuung wichtigen Angaben werden auf der Karte vermerkt, sie ersetzt das sonst für jeden Flug auszufüllende MEDIF Formular.
Ihr individuelles Servicepaket richtet sich nach den Angaben der FREMEC. Bitte kontaktieren Sie daher bei jeder Flugbuchung unseren Special Cases Desk.


Die Gültigkeit der Karte wird von unserem Arzt auf Grundlage Ihres Gesundheitszustands festgelegt.

Sind Sie an einer FREMEC interessiert? Dann schreiben Sie bitte an specialcases@austrian.com. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Aufgrund von geltenden Sicherheitsvorschriften in manchen Ländern empfehlen wir Ihnen ein ärztliches Attest für Herzschrittmacher oder implantierte Metallteile (z.B. künstliche Gelenke) mit sich zu führen. Informieren Sie immer vorab den Angestellten bei der Sicherheitskontrolle.

Fliegen und Schwangerschaft

Bis zur wievielten Schwangerschaftswoche darf eine Frau fliegen?
Bei Austrian Airlines dürfen schwangere Frauen maximal bis 4 Wochen vor dem Geburtstermin fliegen, da in Mitteleuropa 6 bis 7 % der Geburten vorzeitig (um die 38. Schwangerschaftswoche) beginnen.
Jede Risikoschwangerschaft ist eine absolute Gegenanzeige für das Fliegen!
Besprechen Sie jede Flugreise während der Schwangerschaft mit dem Gynäkologen oder behandelnden Arzt, da ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer tiefen Beinvenenthrombose bestehen könnte.


Ab wann darf man mit einem Säugling fliegen?

Mit gesunden Säuglingen darf man bereits 7 Tage nach der Geburt fliegen.
Bitte beachten Sie: Bei Müttern besteht postpartal eine erhöhte Thrombosegefahr. Informieren Sie sich dazu bei ihrem behandelnden Arzt!

Was versteht man unter einem Baby-Basket? 

Eine Art Baby-Bett, das auf Langstrecken von Austrian Airlines kostenlos für Babys bis zu 6-8 Monaten zur Verfügung gestellt wird.  Das Babybett selbst ist kostenlos, jedoch ist dieses Service nur gemeinsam mit einer kostenpflichtigen Sitzplatzreservierung auf einem Sitz mit mehr Beinfreiheit möglich.

Reisethrombose

Was ist eine Reisethrombose und durch welche Faktoren wird sie ausgelöst? 

Bei einer Flugdauer von mehr als 3 - 4 Stunden ist ein erhöhtes Thromboserisiko unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Die Thromboseinzidenz nimmt beispielsweise mit verschiedenen Grundkrankheiten, genetischen Faktoren, während einer Schwangerschaft, mit dem Alter, etc. zu. Vor Flugantritt ist daher eine  Absprache mit dem behandelnden Arzt notwendig.
Wodurch wird Reisethrombose begünstigt?
langes, unbewegliches Sitzen unter beengten Platzverhältnissen verursacht erhöhten Druck auf die Oberschenkel
die geringe Luftfeuchtigkeit an Bord und fehlende Flüssigkeitszufuhr können zu einer Eindickung des Blutes führen


Wertvolle Informationen und Empfehlungen finden Sie auch hier.
Was sind die Risikostufen einer Reisethrombose?
Kategorie 1 - Niedriges Risiko Jede vielstündige Reise in hauptsächlich sitzender Position bedingt bei Reisenden ein niedriges Risiko.
Kategorie 2 - Mittleres Risiko zusätzlich zur vielstündigen Reise (siehe Kategorie 1) Schwangerschaft oder postpartale Phase, oder mindestens zwei der folgenden Faktoren: Alter über 60 Jahre
klinisch relevante Herzerkrankung
nachgewiesene Thrombophilie/fämiliäre Thromboseneigung
größere Varizen, chronische venöse Insuffizienz
Ovulationshemmer, postmenopausale Hormonersatztherapie
Adipositas (BMI > 30)
Exsikkose
Kategorie 3 - Hohes Risiko zusätzlich zur vielstündigen Reise: anamnestisch bekannte venöse Thromboembolien, auch länger zurückliegend
manifeste maligne oder sonstige schwere Erkrankung
gelenkübergreifende Ruhigstellung der unteren Extremität
kurz zurückliegender operativer Eingriff mit hohem Thromboserisiko
Vorbeugung gegen Reisethrombose
Kategorie 1 - Niedriges Risiko

allgemeine Maßnahmen

Bewegungsübungen, z.B. Fußwippen; isometrische Übungen; nach Möglichkeit einige Schritte gehen

ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Zurückhaltung mit Alkohol)
Zurückhaltung beim Gebrauch von Sedativa und Hypnotika (cave „regungsloses Sitzen“)
Kategorie 2 - Mittleres Risiko zusätzlich zur allgemeinen Maßnahmen (siehe Kategorie 1) Wadenstrümpfe der Kompressionsklasse I (bei Patienten mit venöser Insuffizienz medizinische Kompressionsstrümpfe je nach Indikation)
im Einzelfall, z.B. bei Schwangerschaft oder Thrombophilie kann niedermolekulares Heparin gegeben werden (siehe Kategorie 3)
Kategorie 3 - Hohes Risiko  zusätzlich zu allgemeinen Maßnahmen (siehe Kategorie 1) und Kompression (siehe Kategorie 2) niedermolekulares Heparin - Verabreichung unter die Haut knapp vor Reiseantritt, bei Rundreisen daher eventuell einmal täglich

Welche sonstigen Gegenmaßnahmen gibt es?

Reichliche Flüssigkeitszufuhr in Form von Mineralwasser, stillem Wasser, Softdrinks, Kräutertee und Ähnlichem - 1 bis 2 Liter zusätzlich, je nach Reisedauer!
Vermeiden Sie größere Mengen an Kaffee, schwarzem Tee und Alkohol, denn diese Getränke wirken entwässernd!
Bewegungsübungen im Flugzeug helfen den Blutstrom in den Venen zu beschleunigen.
Tragen Sie weite und bequeme Kleidung, um den Blutstrom in den Venen nicht einzuschränken.
isometrische Bewegungsübungen
Kompressionsstrümpfe der Kompressionsklasse 1-2 werden schon bei geringem Thromboserisiko empfohlen. Meist genügen Wadenstrümpfe.
Bitte beachten Sie: Eine fachliche Beratung ist vor dem Kauf unbedingt notwendig, denn schlechtes Material oder schlechter Sitz mit Faltenbildung im Kniekehlenbereich eignen sich nicht zur Vorbeugung.
Gerinnungshemmende Medikamente - verwendet werden niedermolekulare Heparine, die kurz vor dem Flug in das Unterhautfettgewebe der Bauchdecke oder des Oberschenkels injiziert werden. Der Passagier muss die Selbstinjektion beim Arzt erlernen und über allfällige Nebenwirkungen und Kontraindikationen aufgeklärt werden.


Ergänzend zu diesen Informationen führen Austrian Airlines auf Langstreckenflügen ein Video mit Tipps zur Fitness mit einem begleitenden Announcement vor.

Impfungen

Zusätzlich zu den allgemeinen Hinweisen wird empfohlen, sich vor einer Reise ins Ausland individuell von seinem Hausarzt beraten zu lassen!

Auf der Website der Weltgesundheitsorganisation (WHO) findet man auch umfassende Informationen über Infektionskrankheiten, den ggf. notwendigen Impfschutz sowie die weltweite Malariasituation.
Die amerikanische Website „Traveler's Health” findet man unter http://wwwnc.cdc.gov/travel/.
Sie wurde vom „Centers for Disease Control and Prevention” erstellt, einer Organisation des US-Gesundheitsministeriums. Auch diese Website ist eine zuverlässige Quelle und enthält sehr detaillierte, aktuelle Informationen und nützliche Hinweise.

Tragbare Elektronische Medizinische Geräte

Tragbare medizinische elektronische Geräte sind gefährliche Güter, die Sie nur unter Einhaltung bestimmter Transportbedingungen mitnehmen dürfen.

Mitnahme von tragbaren Sauerstoffkonzentratoren (Portable Oxygen Concentrator - POC)  und CPAP-Beatmungsgeräten (Continuous Positive Airway Pressure)

Folgende tragbare Sauerstoffkonzentratoren wurden von unserer Technik auf Flugsicherheitstauglichkeit geprüft und freigegeben. Nicht zugelassene Gerätetypen dürfen Sie zwar an Bord mitnehmen, jedoch während des Fluges nicht verwenden.
Gerätebezeichnung Hersteller
Lifestyle; FreeStyle; FreeStyle5; Focus (AS078) AirSep Corporation
Delphi RS-00400 Delphi Medical Systems
iGo De Vilbiss Healthcare
Inogen One; Inogen One G2; Inogen One G3 Inogen, Inc.
LifeChoice; LifeChoice Activox Inova Labs
International Biophysics Life Choice Intern. Biophysics, Inc.
Invacare XPO2; SOLO² Invacare Corporation
Oxlife Independence Oxygen Concentrator Oxlife LLC
Oxus RS-00400 Oxus
Easy Pulse Precision Medical
Evergo; Simply Go Respironics Inc.
Eclipse; SAROS SeQuel Technologies
Wenn Sie eines der oben angeführten Geräte oder Ihr CPAP-Beatmungsgerät an Bord benützen möchten, beachten Sie bitte folgende Voraussetzungen:
Melden Sie Ihr medizinisches Gerät spätestens 48 Stunden vor Abflug bei specialcases@austrian.com an.
Bitte übermitteln Sie:
Namen, Flug und Datum oder Ihre Buchungsnummer
die Marke und die genaue Typenbezeichnung des Gerätes
welche Art von Batterien/Akkus verwendet werden
Ihren Bedarf: permanente oder nur teilweise Verwendung an Bord
Sie benötigen eine medizinische Flugfreigabe vom ärztlichen Dienst der Austrian Airlines.
Die Verwendung Ihres Gerätes kann aus Sicherheitsgründen, z.B. während Start, Landung oder nach Anweisung des Bordpersonals, eingeschränkt sein.
Auf dem Gerät müssen Hersteller und Gerätetype klar ersichtlich sein.
Bei ständigem Bedarf während des Fluges muss die Stromversorgung für 150 % der gesamten Flugdauer gesichert sein (z.B.: beträgt die Flugdauer 4 Stunden, ist Stromversorgung für 6 Stunden notwendig).
Wichtig: Ein Anschluss des elektronischen medizinischen Gerätes an die Stromversorgung im Flugzeug ist nicht möglich, da eine durchgängige Stromversorgung nicht sichergestellt werden kann!
Batterien im Handgepäck verpacken Sie bitte so, dass sie vor Kurzschluss und Beschädigung geschützt sind.
Das Gerät muss den Handgepäcksmaßen entsprechen.

Haben Sie  noch Fragen? specialcases@austrian.com hilft Ihnen gerne weiter!

Allergen-Kennzeichnung auf Nahrungsmitteln

Am 13. Dezember 2014 trat die EU-Verordnung 1169/2011 über Lebensmittelkennzeichnung in Kraft. Ziel der neuen Verordnung ist es, Verbraucher mit Lebensmittelallergien oder Unverträglichkeiten über die Verwendung von allergenen Zutaten in Lebensmitteln zu informieren.

Das neue Gesetz hat auch Einfluss auf die Luftfahrtindustrie. Alle Luftfahrtunternehmen müssen bei Abflügen aus EU-Ländern, der Schweiz und Norwegen Informationen über das Vorhandensein von möglichen allergenen Substanzen in ihren Bordmenüs bereitstellen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat hierzu eine Liste von 14 potentiellen Allergenen definiert.

Austrian Airlines stellt allen Gästen an Bord von EU-Flügen und Flügen aus der Schweiz und Norwegen die vorgeschriebenen  Informationen zu möglichen allergenen Zutaten in unseren Bordmenüs und Getränken bereit. Sollten Sie eine Nahrungsmittelallergie haben oder ähnliche Bedenken, empfehlen wir Ihnen auf jeden Fall vor Reiseantritt Ihren Hausarzt zu konsultieren. Austrian Airlines übernimmt keine Verantwortung für allergische Reaktionen auf Speisezutaten, die möglicherweise an Bord unserer Flüge auftreten könnten.

Austrian Airlines bietet Ihnen eine Auswahl von 14 unterschiedlichen Spezialmenüs, die auf allen Austrian Business Class Flügen und in der Economy Class auf Mittel- und Langstreckenflügen kostenlos buchbar sind.

Da wir unsere Menüs immer frisch zubereiten, ist Ihre Bestellung bis spätestens 24 Stunden vor Abflug erforderlich.